Woche für Kinder vom 02.10.2017 bis 06.10.2017 im Kiez „Querxenland“ zu Seifhennersdorf


Am Montag war es wieder soweit. 17 Kinder und einige Eltern kamen ins Kiez, um an unserer Woche für Kinder teilzunehmen. Bei den meisten gab es eine große Wiedersehensfreude, da sie sich von vorangegangenen Kinderwochen kannten. Ein paar Neulinge wurde schnell und vollständig integriert.


Nach dem gemeinsamen Mittagessen begrüßten Sigrid und Mirko die Teilnehmer und stellten kurz den Ablauf vor. Einige Regeln wurden verkündet. So gab es erstmalig ein „Handy- und Tabletverbot“ zwischen Frühstück und Ende der letzten Veranstaltung. Ausnahme war das Fotografieren. Einen extra Fotoapparat hat heute fast niemand mehr. Die Ansprechpartner in den einzelnen Häusern und Etagen wurden vorgestellt.



 

Jetzt startete „Ralphi´s Kochstudio“. Dieses Mal unter erschwerten Bedingungen, da wir die bekannten Räume nicht nutzen konnten. Aber die Kinder und Ralph machten das Beste daraus. So gab es dann zum Abendessen neben dem Gegrillten die Salate, die die Kinder zubereitet hatten. Einzig Peter durfte sich eine Pizza gestalten, da seine Pizza im letzten Jahr abhanden gekommen war. Dem Verzehrer sollen heute noch aufgrund des schlechten Gewissens Magenkrämpfe plagen, habe ich gehört. Das schöne Wetter, mit dem wir angereist waren, hielt leider nicht lange an. Micha und Mirko mussten bei Regenwetter grillen. Ein Glück hat der Grill ein Dach drüber. Sonst hätte es Fleischsuppe gegeben. Wir mussten drinnen essen. Das Lagerfeuer fiel dem Regenwetter ebenso zum Opfer.

 

Der Dienstag begann, zur großen Freude aller, mit Morgensport. Sportlich ging es auch weiter. Wir machten uns trotz des regnerischen Wetters daran, den Fitnesspfad zu überwinden. Es gab viele Stationen, die zur sportlichen Betätigung einluden. Wir meisterten, soweit es die Gegebenheiten bei dem Wetter zuließen, alle.

Ab dem Mittag fand auf dem Gelände das Familienfest des Kiezes statt. Wir konnten uns nach Herzenslust umschauen. Viele kamen mit super geschminkten Gesichtern wieder an.


Abends wurden die Kinder von den Eltern befreit. Kerstin Rayczyk erzählte in Ihrem Elternabend den Erwachsen Wissenswertes über die Sucht.

 

 

 

Die Kinder bastelten in der Zwischenzeit Kisten für alle möglichen und unmöglichen Dinge. Die Kisten hatte Jacqueline Klieme mitgebracht. Es handelte sich um eine Spende vom Möbelhaus Ikea. Bea, Jackie, Ralph und Mirko halfen den Kindern beim Zusammenbauen und Gestalten der Kisten.

Sigrid und Dieter bereiteten in der Zwischenzeit einige Überraschungen für den nächsten Tag vor.

Mit einer verkürzten Form des Morgensports begann der Mittwoch. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir in den Zoo nach Zittau. Hier gab es viele Tiere zu bewundern, die wir sonst nur aus dem Fernsehen kennen. Die Anlage ist nach dem Hochwasser 2010 wieder wunderschön geworden. Leider war die Zeit etwas knapp. Sigrid hatte ein Möglichkeit gefunden, uns mit einer Portion Pommes zu versorgen. Außerdem hatten wir ja noch unsere „Futtertüten“ genannt Lunchpakete vom Kiez. Außerdem gab es auch noch die Überraschung von Sigrid in Form von Tüten mit Süßigkeiten und Getränken. Dies ließ sich natürlich keiner entgehen. Den Rest der Zeit verbrachten die Kinder auf dem Spielplatz.

Nach Stärkung und Spiel wanderten wir durch Zittau zum Bahnhof der Schmalspurbahn. Von da fuhren wir mit dem Zug, gezogen von einer Dampflok, durch die wunderschöne Landschaft nach Oybin. Hier angekommen mussten wir wieder warten, bis uns ein motorgetriebenes Gefährt auf den Berg zur Klosterruine brachte. Trotz dass wir schon sehr weit oben waren mussten wir noch ein Stück steilen Weges bis zur eigentlichen Anlage gehen.

Der Weg wurde aber mit einer super Aussicht belohnt. Es gab viel zu sehen und zu entdecken. Unglaublich, wie hier früher Menschen ohne Supermarkt, Mc Donalds, W-Lan und Fernsehen gelebt haben. Nach dem wir alles angeschaut hatten und auch vom Turm die Umgebung betrachtet hatten, machten wir uns auf einen Rundweg um die Burg. Endlich mal wieder rennen und durch Felsspalten zwängen.

Wir fielen nicht den Berg herunter, da ja einige findige Leute eine Treppe erbaut haben. Unten angekommen, bekamen alle ein Eis zur Stärkung. Mit dem Bus ging es zurück ins Kiez.

Am Abend gab es dann doch noch das Lagerfeuer. Wir konnten Knüppelkuchen backen. Hier hatte allerdings der Koch die Gewürze vergessen. Zum Abschluss des Abends machten wir noch eine kleine Nachtwanderung. Der durchnässte Wald ließ keine größere Runde zu. Trotzdem ließen es sich Jackie, Micha und Ralph nicht nehmen, die Kinder zu erschrecken. War das ein Spaß.


Der Frühsport fiel am nächsten Morgen witterungsbedingt aus. In zwei Gruppen geteilt, fand am Vormittag die Suchtprävention statt. Sigrid, Ralph und Matthias brachten das Thema altersgerecht an die Kinder. Béa und Mirko gestalteten inzwischen mit den verbliebenen Kindern eine Collage für den Greenbike e.V. Freiberg, die der Kinderwoche.


Nachmittags fuhren wir in die Körsetherme Kirschau zum Baden. Das war genial. Draußen stürmte und regnete es bei ziemlich kühlen Temperaturen. Wir planschten bei warmen Temperaturen im Wasser. Das Allen dann noch ein Eis spendiert wurde, setzte dem ganzen die Krone auf. Mit dem Bus ging es dann zurück. Das war eine abenteuerliche Fahrt. Der Sturm wurde immer stärker und es goss wie aus Eimern. Als wir ankamen hatten wir jedoch Sonnenschein und erreichten unsere Unterkünfte trockenen Fusses.


Traditionell startete abends unsere Kinderdisko. Zu Beginn lief nebenher noch der Film mit den Bildern der letzten Kinderwoche. Die Tische waren mit Getränken und Knabberzeug bestückt. Es begann sehr schleppend. Erst als Mirko auf die Idee kam „Reise nach Jerusalem“ zu spielen, waren alle wie ausgewechselt. Alle machten mit und es war so ein Spaß, dass wir das Ganze mehrfach wiederholen mussten. Nadja und Steven wurden zu „ Reiseführern“ gekürt. Der Abend endete mit Musik und Geschenken für die Kinder.


Es hieß wieder Abschied nehmen. Der Freitag, der Tag unserer Abreise, war gekommen. Alle packten Ihre sieben Sachen in die vorgesehenen Behältnisse. Einige Kinder mussten jedoch nicht soviel einpacken, da sie gleich zum Jugendseminar da blieben. Der Rückblick ergab eine gelungene Woche. Es wurden mögliche Änderungen und Wünsche für das nächste Mal besprochen. Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen fuhren, bis auf die Teilnehmer des Jugendseminars, alle nach Hause.


Diese Woche für Kinder ist nur Dank einer großzügigen Förderung der AOK Plus und vieler Spenden aus den Gruppen und von außerhalb möglich. Wir möchten uns hierfür ganz herzlich bedanken. Außerdem gilt unser Dank dem Team vom Kiez Querxenland, dass uns meist freundlich bei allem unterstützte.

Mirko Schober

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