Rückblick zum Männerseminar

vom 19.05.-21.05.2017 im Kiez Seifhennersdorf

Das diesjährigen Männerseminar, mit Thema Rückfall war mit 20 Betroffenen aus 10 Freundeskreisen ein wenig unterbesetzt. Aber eine kleine Premiere gab es, dem Landesverband war es gelungen unseren Referenten Herr Mekschrat für die ganze Dauer des Seminares zu gewinnen. Nachdem alle Ihre Zimmer in Empfang genommen haben, gab es wie immer einen kurzen Abriss über die Regeln wie Schliessen aller Fenster und Türen bei Abwesenheit uvm. 19.00 Uhr ging es dann endlich los. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bei der wir es auf 192 Abstinenzjahre brachten,stellte sich heraus das wir ein brandaktuellen Fall, der erst 2 Wochen zurück lag hatten. Im Anschluss konnte jeder seine Fragen bzw. Beweggründe zum Aufsuchen des Seminares schriftlich darlegen, die wir dann an die Pinnwand hefteten.Gesprächsstoff gab es genügend, da uns ein Rückfall jederzeit ereilen kann, persönlich oder aber in der Gruppe.

 

Am Samstagmorgen konnten wir den einen oder anderen angehefteten Zettel abarbeiten,weil durch die Diskussionsrunde schon einiges geklärt werden konnte. Wir hatten leider nicht nur den aktuellen Rückfall zu besprechen, es gab ja auch den einen oder anderen in der Vergangenheit, selbst erlittenen oder in der Gruppe passierten Rückfall.

 

 

Die Gruppe hatte so eine Eigendynamik das wir mit Entsetzen feststellen mussten, es ist Mittag. Doch vorher stellten wir uns die Frage,machen wir Kleingruppenarbeit oder wollen wir in der großen Runde weiter machen, es hat unheimlich viel Spaß gemacht am Vormittag und es war interessant und kurzweilig. So kamen wir alle zu dem Entschluss, wir machen in der großen Gruppe weiter und haben diese nach der Mittagspause sehr konstruktiv weiter geführt.

 

Wer zu Wort kommen wollte kam zu Wort und konnte seine Fragen, Ideen und Überlegungen äußern . Und wieder war die Zeit wie im Fluge vergangen, wir hätten sicher noch Gesprächsstoff gehabt,aber so ein Seminar schlaucht doch ganz schön und einige sahen auch etwas geschafft aus. 

 

 

Den Samstag ließen wir mit vielen Gesprächen und zünftiger Gitarrenmusik an der Feuerschale ausklingen.

Alfred hatte auf meine Anfrage hin seine Gitarre mitgebracht und so konnte wir mal wieder altbewährtes neu aufleben lassen,was allen sichtlich viel Spaß bereitete. Manch einer war zwar nicht so text-und stimmsicher. Aber dies störte niemanden, zumal wir fast allein im Querxenland waren. Es kam sehr gut an.

Den Sonntag begannen wir mit einem ergreifenden Rückfallbericht niedergeschrieben bei www. Facebock.de. Der Schreiber konnte der Verlockung nicht mehr widerstehen, fuhr an die Tankstelle,kaufte sich eine Flasche Weißwein um in aller Ruhe ein Fußballspiel im Fernsehen zu verfolgen. So war der Weg geebnet und er verdoppelte den Konsum innerhalb weniger Tage. Er hatte glücklicher Weise die Kraft sich in professionelle Behandlung zu begeben. Das Fazit was er daraus zog; Ich habe keine Angst davor,zu trinken und zu sterben-ich habe Angst davor, zu trinken und zu leben !!!!!

Kurzes Schweigen, dann kam die Stunde von Andreas, ein unscheinbarer Mitstreiter aber einmal losgelöst, es war erquickend ihm zu zuhören.Die meiste Zeit in sich gekehrt, ruhig zuhörend brach es aus ihm raus,diesen Wortschatz hätte ihm keiner zugetraut, z. Bsp.ein geistiger Bürgerkrieg wenn es darum geht mit sich ins reine zu kommen.

 

 

 

Irgend wann wird es auch Zeit ein super Seminar zu Ende gehen zu lassen,natürlich mit einer Feedback- Runde,hier ein paar Auszüge; bis zu Lebensende begleitendes Thema aktuelles,brisantes Thema Pflichtprogramm,Grundbedarf Auffrischung, Erfahrungsaustausch innerer Frieden Freiheit u.v.m.

 

 

 

Mir bleibt nur noch, mich bei Alfred Meschrat recht herzlich zu bedanken für die Moderation und Durchführung,sowie bei Uwe Wolf und allen Teilnehmern für das gute Gelingen des diesjährigen Männerseminares.

Ralph Müller

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