Bericht zum 2. Betroffenenseminar

zum Thema Rückfall

vom 10.06.2016 – 12.06.2016 in Seifhennersdorf

Am Freitagabend fanden sich 26 Freundinnen und Freunde zum diesjährigen 2.Betroffenenseminar zum Thema "Rückfall in die Sucht" ein. Einige neue Teilnehmer konnten wir begrüßen. Leider konnte Sigrid krankheitsbedingt nicht das Seminar moderieren. Dafür ist Matthias kurzfristig eingesprungen. Großen Dank nochmal dafür. Zum Anfang gab es eine Vorstellungsrunde,wo wir auch gleich Themenschwerpunkte, Fragen bzw. eigene Rückfälle notierten, um sie im weiteren Verlauf des Seminarsaufarbeiten zu können.Dabei kristallisierte sich leider ein ganzaktueller Fall heraus,nach 15.jähriger Abstinenz!!!Zum Abschluss gab es aktuelle Infos aus dem Landesverband

 

Geladen als Referendarin war Frau Mohn aus der Suchtberatungsstelle Pirna.Wie schon das erste Seminar, gegliedert in einen praktischen und theoretischen Teil,veranschaulichte Fr. Mohn Rückfallgefahren,wie zum Bsp.alte Gewohnheiten auflebenlassen oder dem Gruppenleben fern bleiben. Dies geschieht nicht im Unterbewusstsein,sondern ist bewusst gesteuert vom einzelnen!!Fr. Mohn sprach vom Spiel mit dem Feuer.Nur wer aktuell und themenbezogen an sich arbeitet wird den Lohn seiner Abstinenz auskosten und genießen können.An Hand Ihrer mitgebrachten Anschauungsmaterialien verdeutlichte sie uns,wo Gefahren im Alltag lauern, wie und wo wir ihnen aus dem Weg gehen sollten.

Nach dem Mittagessen und der wohlverdienten Pause ging die Arbeit der Kleingruppen in die heiße Phase.Ein reger Erfahrungsaustausch mit viel Gesprächsstoff war vor programiert,geschuldet der Brisanz des Themas.Keiner, aber auch keiner ist gegen ein Rückfall gefeit. Dies war auch das abschließende Fazit der Auswertung.Wieder zeigte sich die Daseinsberechtigung für unsere Selbsthilfegruppen. Das Auffangen und Nichtverurteilen nach einem Rückfall,das Aufarbeiten und Reichen der helfenden Hand sind ganz wichtige Gesichtspunkte füralljene die einen Rückfall erlebt,durchgemacht haben!!!DenSamstag ließen wir mit einem gemeinsamen Grillabend, und anschliesenden gemütlichen Beisammensein ausklingen. Dank zu zollen ist unseren Grillmeistern, die ihr Geschick unter Beweisstellen konnten.

Den Sonntag begannen wir mal nicht mit dem Wort zum Sonntag, weil wir, Matthias und Ralph, in der Kürze der Zeit nichts Passendes gefunden haben bzw.  uns zu sehr auf Sigrid verlassen haben. Wir bitten nochmals um Entschuldigung!!!! Dafür blieb mehr Zeit die Kleingruppenarbeit auszuwerten. Ich glaube hier für alle sprechen zu können, Fr.Mohn hat anschaulich und verständlich die Problematik für einen evtl. Rückfall bzw. eines geschehenen Rückfalles aufgezeigt. Desweiteren besprachen wir wie die Gruppe reagieren, agieren, handeln und helfen kann, um dem Betroffenen aufzufangen, so er die Zeichen richtig versteht. Leider ist auch mal die Zeit gekommen, wo der Ablaufplan sagt Schluß zu machen, aber wir glauben das alle Anwesenden mit gestärkten Selbstbewustsein und innerer Zufriedenheit nach Hause gefahren sind. Zum Abschluß gabs wie immer ein Gruppenfoto.

 

 

Ralph Müller

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