Infoseminar vom 28. - 30.08.2015 in der Windmühle Seifhennersdorf

 

 

In diesem Jahr stand das Seminar unter dem Thema „Suchtprävention“. Besonderes Augenmerk richtete sich auf die Arbeit der SHG’n.

Nach der Vorstellung der Teilnehmer ging es sofort zur Sache. Viele Fragen wurden mitgebracht, welche es galt am Wochenende herauszuarbeiten und Antworten zu finden. Es begann hier bereits eine angeregte Diskussion und damit war der Grundstein für ein interessantes Seminarwochenende gelegt.

Am Samstag begann der Vormittag mit einem Einstiegsreferat von Sigrid, welches anhand persönlicher Erlebnisse mit Beispielen der Suchtprävention an Schulen und Einrichtungen vieles unterstreichen konnte. Rege Diskussionen wurden durchgeführt, viele Fragen mussten beantwortet werden. Im Anschluss wurden Gegenstände der Methodenkiste vorgestellt und es wurde gezeigt, was und wie man diese Materialien in der Prävention anwenden kann. Die Teilnehmer machten begeistert mit und stellten fest, dass diese Möglichkeiten sehr hilfreich sind.

Viel Spaß gab es beim Probieren der „Rauschbrillen“, aber auch die „Wenn-Ich-Karten“ hatten gezeigt, dass dies gar nicht so einfach und doch wirkungsvoll ist.

Am Nachmittag ging es in der Kleingruppenarbeit vor allem um Fragen wie:

             - Warum ist Prävention wichtig?

             - Wie und wo können wir als SHG Prävention durchführen?

             - Welche Erfahrungen gibt es bereits?

Am Abend sahen wir uns gemeinsam den Film "ZOEY" an. Sehr nachdenklich geworden, unterhielten wir uns im Anschluss noch über das Gesehene. Einige hatten sich im Film zum Teil wiedererkannt und manchem viel es schwer, darüber zu sprechen. Mit persönlichen Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.

Der Sonntag begann dann mit der Auswertung der Kleingruppenarbeit. Die Frage „Was verstehen wir unter Suchtprävention und wo können wir sie anwenden?“ wurde erkannt, und auch die Notwendigkeit der Prävention sahen alle ein. Fragen wie z.B. „Wie komme ich Schulen ran, wo wende ich mich am besten hin, wenn ich bereit bin, Suchtprävention durchzuführen?“ konnten gemeinsam gelöst werden.

Allerdings hatten die meisten Teilnehmer ein Problem: Angst vor Schülern und Jugendlichen zu sprechen. („Wie finde ich Zugang zu diesen, wie verhalte ich mich, was denken die Schüler von mir?“) Wenn Sigrid auch versucht hat, diese Ängste aus dem Weg zu räumen, sie hat jahrelange Erfahrung in der Prävention, die Angst bei den Teilnehmern blieb. Auch andere Teilnehmer, welche schon Erfahrungen in der Prävention gemacht haben, versuchten die Angst abzubauen. Wir sind uns einig geworden, dass Prävention auch ein Teil unserer Gruppenarbeit ist und dass die Gruppenvorstellungen in den Suchtklinken uns helfen, unser eigenes „Lampenfieber“ zu überwinden. Und auch, wenn wir jemanden in seiner zufriedenen Abstinenz bestärken und damit einem Rückfall vorbeugen, ist das Präventionsarbeit.

Im Vordergrund sehen wir aber die Prävention an Schülern und Jugendlichen, um die Suchtmittelabhängigkeit zu vermeiden bzw. bereits im Kinder- und Jugendalter abzuwehren.

Wir brauchen in den Gruppen mehr Mut für Neues, mehr Offenheit in vielerlei Hinsicht.

 

 

Sigrid Wirth, Matthias Sanftleben

 

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