Frauenseminar vom 24.04.2015 bis 26.04.2015 in Seifhennersdorf

Unser diesjähriges Frauenseminar, welches unter dem Thema „Warum bin ich so wie ich bin“ stattfand, wurde von 26 Frauen aus  10  Freundeskreisen besucht. Wir freuten uns sehr, dass wieder neue Mitstreiterinnen den Weg zu uns gefunden hatten.

Am Freitagabend  begannen wir mit einer anderen Art der Vorstellungsrunde. Jede Frau erhielt ein großes Blatt Papier auf welchem der Vorname senkrecht nach unten zu schreiben war, um dann jedem Buchstaben eine Eigenschaft zugeordnet wurde. Jede stellte sich dann vor woher sie kam und welche Eigenschaften sie gefunden hatte.

Danach begann Béatrice mit einem Zitat von Eric Beme : „ Die Menschen werden als Prinzen und Prinzessinnen geboren, bis ihre Eltern sie in Frösche verwandeln.“ Damit soll zum Ausdruck kommen, das das was wir sind seinen Ursprung in der Geburt hat und danach in der kindlichen Entwicklung bis zum Erwachsen werden sehr stark mit dem Elternhaus geprägt wird. Der kleine, zur Einführung gedachte Vortrag beschloss diesen Abend ohne weitere Wertung, da am folgenden Tag intensiver in das Thema eingestiegen werden sollte.

Am Samstagmorgen begrüßten wir unsere Referentin Katrin Leithold ganz herzlich. Auch sie hatte eine andere Form des gegenseitigen Kennenlernens gewählt. Jede Frau berichtete aus ihrem Leben von der Kindheit bis zur heutigen Zeit. Dabei traten erschütternde Schicksale zu Tage wo man sich fragt „wie konnte sie das aushalten?“, oder „wer tut seinen Kindern so etwas an“. Die dabei eintretende Stille zeugte von der Aufmerksamkeit und Anteilnahme der anderen.

In der folgenden Diskussion erkannten einige, das vielleicht auch so traumatische Erlebnisse mit zu dem Weg in die erlebte Sucht beigetragen haben oder den trinkenden Partner auszuhalten. Wieder wurde deutlich, dass bereits in der Kindheit das "Sein" geprägt wird. Durch die Weiterentwicklung jedes Einzelnen und neu erworbene Erkenntnisse besteht aber für jeden die Möglichkeit sich und sein Ich zu verändern, um z. Bsp. abstinent leben zu können oder nicht mehr mit seinem Schicksal zu hadern. Leider ging der Vormittag mit Katrin und den tiefsinnigen Gesprächen zu schnell vorüber.

 

 

Am Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen ausgiebig Gelegenheit sich in den Kleingruppen auszutauschen und auch Ratschläge anzunehmen oder Hilfe.

 

Der Abend klang in einer gemütlichen Runde aus, wo wir uns ein Video vom 7. Kulturtag in Löbau anschauten, welches Ramona mitgebracht hatte.

Unsere Monika aus Bautzen hatte eine neckische Tombola vorbereitet, deren Erlös den Kindern der Woche mit Kindern aus suchtkranken Familien zu Gute kommt.

Den Sonntagmorgen begannen wir mit einer einfühlsamen Präsentation  von Sigrid zum Thema.

Danach erfolgte die Auswertung der Kleingruppen. Dabei stellte sich heraus, das jeder ist wie er ist und auch ein jeder seine Vergangenheit hat, aber im Zuge der Entwicklung auch der Mut zur Veränderung in die Tat umgesetzt wurde um ein zufriedenes Leben zu führen, wobei jeder neue Tag auch wieder Kampf bedeutet.

Ein schöner Satz der Frauen: „Wir sind wie wir sind und sehen das Licht am Ende des Tunnels. „

Nach dem Mittagessen hieß es dann Abschied nehmen mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Wir freuen uns auf das Wiedersehen im nächsten Jahr und danken allen Sponsoren, Organisatoren und Helfern für das gelungene Seminar.

Béatrice Schober

 

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