Männerseminar vom 27. bis 29.09.2013 in Seifhennersdorf

Freitagabend fanden sich 27 Freunde zum diesjährigen Männerseminar ein. Das Thema „Beziehung(sweise) abstinent“ versprach spannend zu werden.

Stellte sich doch für die Organisatoren die interessante Frage, ob das Klischee vom Mann, der nicht über seine Beziehung redet, stimmt.

Nach einer Vorstellungsrunde wurde dann der Beziehungsstatus festgestellt. Interessanterweise hielten sich Singles und Männer, die in einer Beziehung leben, fast die Waage. Es begannen hier schon Diskussionen, was sich seit der Therapie in der Beziehung geändert hat. Einige haben mit Ihrer Partnerin die Beziehung neu gestaltet. In anderen Fällen ist die Partnerschaft zerbrochen. Einige hiervon leben bereits mit einer neuen Partnerin.

Am Samstagmorgen hielt Herr Müller-Merkel von der Caritas in Dresden ein sehr gutes Referat zum Thema „Beziehungen in der Abstinenz“.

Der derzeitige Beziehungsstatus wurde auf seine Zufriedenheit hin untersucht. Festgestellt wurde, dass sich bei allen Teilnehmern die Beziehung seit der Abstinenz vom Alkohol geändert hatte. Nicht alle sind, mit dem, wie Ihre Beziehung derzeit läuft zufrieden und einige der Singles äußerten den Wunsch nach einer Partnerin.

 

 

So wurde zunächst der Vor- und Nachteil von Beziehungen bzw. dem Alleinsein erarbeitet.

Im Anschluss erläuterte uns Herr Müller-Merkel verschiedene Beziehungsmodelle. Nun war es an jedem Einzelnen, dass für ihn passende Modell festzulegen.

In der Kleingruppenarbeit wurde dann über mehrere Fragen debattiert. Eine sehr interessante Frage war, wann ich einer möglichen Partnerin meine Alkoholsucht bzw. die Abstinenz von Alkohol offenbare. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ich eine Partnerin kennenlerne. Wie ich dies bewerkstellige wurde ebenfalls diskutiert. Einen ebenso wichtigen Part nahm die Gestaltung und Festigung einer Beziehung ein. Mit vielen Gesprächen hierzu endete der Samstag.

Der Sonntag begann mit einer Einstimmung durch Mirko. Er hatte einige Zitate zum Thema recherchiert und regte damit zum Nachdenken an.

In der Auswertung der Kleingruppenarbeit wurde ersichtlich, wie wichtig das Thema „Beziehungen“ für eine zufriedene Abstinenz ist. Das am Anfang erwähnte Klischee bestätigte sich glücklicherweise nicht. Alle Männer nahmen an den Diskussionen sehr rege teil und zeigten mit aller Offenheit, was sie zum Thema Beziehungen bedrückt aber auch beglückt. Es gab Hinweise von den Teilnehmern, wie man(n) gewünschte Änderungen herbei führt oder Bestehendes für beide Partner weiter gestaltet oder lebt.

Einige offene Punkte werden bei einem folgenden Seminar thematisiert.

Mit vielen Anregungen fuhren dann am Sonntagmittag die Teilnehmer nach Hause.

 

Mirko Schober

 

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