Männerseminar vom 28.09.bis 30.09.2012 in Seifhennersdorf

Am Freitagabend trafen wir uns zum diesjährigen Männerseminar. Das Arbeitsthema war dieses Mal " Sehn-Sucht".

Nach der Begrüßung durch Mirko verkündete Uwe Neuigkeiten vom Landesverband. In der sich anschließenden Vorstellungsrunde wurde deutlich, dass wir auch in diesem Seminar neue Teilnehmer begrüßen konnten.

Die verschiedenen Deutungen und Inhalte des Arbeitsthemas kamen in den geäußerten Erwartungen an das Seminar zur Diskussion. Stecken noch in dieser Überschrift die Worte "Sehnen" und "Sucht".

Der Ansatz "Sehnen nach der Sucht" und somit die Rückfallgefahr und deren mögliche Begegnung wurde noch bis spät debattiert.

Unser Referent, Herr Müller-Merkel, erläuterte uns in seinen Ausführungen die Bedeutung, Hintergründe und den Zusammenhang zwischen den Begriffen Sehnsucht und Sucht.

Es wurde uns klar, dass zu einer zufriedenen Abstinenz die Differenzierung zwischen erfüllbaren Sehnsüchten und nicht erfüllbaren Wünschen, sowie der Umgang mit unerfüllten Sehnsüchten gehört.

 

Ebenso wurde uns verdeutlicht, dass der Griff zum Suchtmittel eine Umsetzung der Wünsche und Sehnsüchte blockiert und uns durch das Suchtmittel nur eine scheinbare Zufriedenheit vorgegaukelt wird.

 

Durch die Kleingruppenarbeit wurde diese Zusammenhänge für jede einzelne Lebensgeschichte der Teilnehmer erarbeitet. Das erworbene Wissen wurde auch gleich in der Bearbeitung aktueller Probleme angewandt. Die Gespräche füllten noch den ganzen Abend aus.

 

 

Den Sonntag begannen wir mit dem Wort zum Sonntag. Im Anschluss fand die Auswertung der Kleingruppenarbeit statt. Wie erwartet, kamen die Gruppen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

 

 

Durch die Diskussion konnten diese Ergebnisse allen zugänglich gemacht werden. Uwe zeigte uns danach, wie die Teilnehmer und Gruppen die Möglichkeit erhalten, auf unserer Website ihre Meinung zu veröffentlichen.

Die abschließende Auswertung der Erwartungen und des Seminars machte allen klar, wie wichtig diese Thema für die Arbeit mit abhängig Erkrankten zur dauerhaften Sicherung einer Abstinenz ist.

Gestärkt mit diesem Wissen und der Kraft aus den vielen Gesprächen traten alle Teilnehmer frisch motiviert die Heimreise an.

Mirko Schober

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