Seminar für Suchtkranke - 16.04. -18.04. 2010

 

 

Aus elf Freundeskreisen Sachsens waren 27 suchtbetroffene Männer und Frauen nach Schirgiswalde gereist, um gemeinsam ein lehrreiches, informatives und schönes Wochenende zu verbringen.

 

 

Freitag: Nach den Anmeldeformalitäten und dem Abendessen versammelten wir uns im Saal. Unser Vorsitzender, Horst Friese, begrüßte die Anwesenden und erläuterte den Ablauf des Seminars.

Anschließend informierte Uwe Wolf über Neues und Organisatorisches vom Landesverband. 

   die Handhabung der Seminaranmeldungen

   unsere Homepage mit Forum

   günstige Software-Angebote für gemeinnützige Vereine

   die neue anonyme Online-Suchtberatung bei der Diakonie

   die Handhabung der Fördermittelanträge

   das Info-Heft als Medium der Gruppen.

 

 

Dann ging es los mit der Arbeit.

Aus einer Menge Bilder, die Süchte aller Art darstellten, nahm sich jeder Teilnehmer eine heraus und erklärte, welche Gedanken oder Erfahrungen er mit diesem Bild verbindet. Anschließend schrieb jeder auf eine Karteikarte, welche Erwartungen er bezüglich des Seminars hat.

 

 

Dann wurde in Kleingruppen, die über das ganze Seminar bestehen blieben, gearbeitet. Die Ergebnisse wurden anschließend erläutert.

 

 

Samstag:

Um 9.30 Uhr starteten wir mit dem 2. Plenum:

Wissen/Gefühl: Wo stehe ich?

 

 

Bei dem herrlichen Wetter konnte die Kleingruppenarbeit sogar draußen stattfinden.

Die Auswertung ging dann im Saal vonstatten.

 

Nach der Mittagspause fand ein Rollenspiel besonderer Art satt.

Arnim spielte einen Drogenabhängigen, der still und abwesend herumsitzt, und Uwe einen Betrunkenen, der laut und nervig Leute zum Mittrinken auffordert.

Nun wurde getestet, wie die Teilnehmer auf die beiden reagieren.

 

 

 

Anschließend wurden die Reaktionen und Eindrücke der Teilnehmer ausgewertet und zusammengefasst.

Unser Verhalten dem Drogenabhängigen gegenüber war zwar von Hilfsbereitschaft und Mitleid geprägt, aber im Ganzen etwas zurückhaltender, weil man nicht genau wusste, wie man damit umgehen soll.

Im Anschluss daran hielt Horst ein sehr interessantes Referat über Drogen (Was sind Drogen? Was ist Drogensucht). Sehr anschaulich erklärte er die unterschiedlichen Arten von Drogen und deren Wirkungsweisen.

Außerdem gab er uns einen kleinen Einblick in den Jargon der Drogenszene.

 

 

Im 3. Plenum wurden Vergleiche gezogen zwischen den Wirkungsweisen von Alkohol und Drogen.

Nach intensiver Arbeit präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse.

 

 

Nach diesen neuen Erkenntnissen diskutierten wir über die folgenden 5 Fragen.

 

 

Im 4. Plenum wurde heraus gearbeitet, was wichtig ist, um einen drogernabhänigen Menschen in unserem Freundeskreis zu integrieren.

 

Die Arbeitsgruppen beleuchteten diese Problematik sowohl aus der Sicht der SHG, welche größtenteils aus Alkoholkranken besteht, als auch aus der Sicht des Drogenkranken, damit dieser sich nicht fremd und unverstanden vorkommt.

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden präsentiert und gemeinsam ausgewertet.

 

 

Anhand dieser drei Tafeln wurde deutlich gemacht, was der Mensch braucht,

 

 

wie er versucht, mit Drogen die Leerräume zu füllen,

 

 

und wie er ohne Drogen sein Leben sinnvoll gestalten kann.

 

 

Im 5. Plenum sahen wir einen sehr ergreifenden Film über die körperlichen und seelischen Auswirkungen verschiedener Drogen auf den Menschen.

 

 

Sonntag: Nach dem Frühstück äußerte Horst seine Gedanken zum Sonntag.

Anschließend kamen wir auf unsere Karteikarten vom Freitag zurück und stellten wir uns die Frage

In der folgenden Auswertung äußerten sich die Teilnehmer durchweg positiv zu Inhalt und Ablauf des Seminars.

Es wird festgestellt, dass das Seminar maßgeblich dazu beigetragen hat,unser Wissen über Drogensucht zu erweitern bzw. zu vertiefen, uns sicherer zu machen im Umgang mit Menschen, die an anderen Süchten erkrankt sind sowie unsere eigene zufriedene Abstinenz zu festigen.

                                                                                                                      Bea Wolf

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