Erstes Betroffenenseminar 2010

Am Freitagabend nach Anreise und Abendessen wurden wir durch Horst Friese begrüßt.

Er sammelte unsere Vorstellungen zum Thema "Schuldgefühle gegenüber . Angehörigen".

 

 

Schon die erste Auseinandersetzung mit diesem Inhalt zeigte allen Teilnehmern die Brisanz der Thematik.

 

Sind doch selbst bei langjähriger Abstinenz immer noch mehr oder minder Schuldgefühle der Betroffenen, verursacht durch ihre Alkoholabhängigkeit bzw. den vorangegangenen Alkoholmissbrauch, vorhanden.

Mit vielen Gesprächen wurde dieser Abend dann beendet.

 

Am Samstag wurde uns der Referent vorgestellt, der unseren weiteren Diskussionen die nötige theoretische Grundlage geben sollte. Gleich zu Beginn wurde uns klar, dass eine allumfassende Bearbeitung der theoretischen Grundlagen in diesem zeitlichen Rahmen nicht möglich war.

 

 

Helmut Bunde schaffte es jedoch, uns das nötige Grundwissen zu vermitteln.

 

 

Mit diesem Grundwissen ging es in die Kleingruppen, um durch unsere Erfahrungen das Wissen zu erweitern und zu vertiefen.

 

 

Gleichzeitig bot dieser Arbeitsrahmen die Möglichkeit, die Probleme Einzelner an- und auszusprechen.

 

So konnte das Wissen gepaart mit der Erfahrung allen helfen, ihre Fragen beantwortet zu bekommen. In der anschließenden Auswertung wurde das auch nochmals deutlich.

Die anschließende Zeit nach dem Abendessen wurde rege zum Gedankenaustausch genutzt.

Am Sonntag begannen wir mit den Gedanken zum Sonntag durch Horst Friese.

Danach folgte die Zusammenfassung unseres erworbenen Wissens. Unsere gemeinsame Arbeit hat für viele Lösungsansätze im Umgang mit Schuldgefühlen gebracht.

Selbst Angehörige konnten ihre eher diffus wahrgenommenen Schuldgefühle im Zusammenhang mit der Sucht ihres Partners wahrnehmen und einordnen.

 

Einheitlicher Tenor war, dass eine umfassende Aufarbeitung der Thematik Schuld und die daraus resultierenden Gefühle ein Grundbaustein auf dem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz darstellt.

 

Mirko Schober