Mitten drin - Frauenseminar vom 07.11. - 09.11.2008


Am Freitag, den 7.11.2008 war es wieder soweit. Ein Jahr ist vergangen und voller Erwartung reisten 26 Frauen aus 9 Freundeskreisen, darunter 8 neue Gesichter in Schirgiswalde an. Die Begrüßung war herzlich und wir freuten uns auf die gemeinsamen Tage.

Nach einem, wie immer, sehr guten und reichhaltigen gemeinsamen Abendessen konnte es losgehen.



Nach der offiziellen Begrüßung richtete auch unserer Vorsitzender Horst ein paar nette Worte an die Teilnehmerinnen. Jede Teilnehmerin erhielt zudem eine kleine Taschenlampe, welche auch noch am selben Abend ausprobiert wurden.


Dann ging es los, eine Vorstellungsrunde, die einmal anders ausfiel als die letzten Jahre. Dabei konnten wir aber allerhand charakteristische Eigenschaften erfahren. Nun stimmten wir uns auf den bevorstehenden Sonnabend ein.

Wir stellten die Frage " mitten drin" - wo stehe ich?

Sehr viele Gedanken taten sich auf und Simone kam mit dem Aufschreiben kaum nach.

 



Mit so vielen Gedankensplittern hatten wir nicht gerechnet. Toll was aus so wenig herauszuholen ist! Die Grundbasis für den nächsten Tag war gelegt und wir gingen über zum gemütlichem entspannenden Ausklang.


Simone hatte eine CD zur Entspannung mitgebracht und nachdem wir uns alle gemütlich auf die mitgebrachten Matten und Decken gelegt hatten, konnten wir 30 Minuten relaxen und entspannen. Das war die richtige Einstimmung auf die Nacht.

In den Häusern wurde jedoch noch lange bei Kaffee, Tee und Naschereien diskutiert und erzählt. Bis schließlich irgendwann auch im letzten Bungalow das Licht ausging.


Sonnabend morgen, hu alles war müde! Kein Wunder bei dem Wetter, was sich uns bot, Regen, Regen und nochmals Regen.

Aber beim gemeinsamen Frühstück war alles vergessen und es wurde schon wieder erzählt und gelacht.

Der Tag konnte starten. Er begann mit einigen Qi Gong Übungen zur Entspannung des Körpers, welche Sigrid mit uns durchführte. Das tat gut.

 



So, jetzt ran ans Thema. Die gute Vorarbeit vom Vortag zahlte sich aus. Jede Frau erhielt einen Zettel und schrieb nun ihre eigenen Gedanken auf.

Wo stehe ich?


In einer Gesprächsrunde wurden diese Gedanken dann ausgesprochen und erklärt. Dabei ging es sehr emotional zur Sache und so manche Träne floss. Wir erlebten wieder einmal, wie wichtig es für die Teilnehmerinnen ist, solch eine Gesprächsrunde zu gestalten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu öffnen, über Probleme und auch Freudiges zu reden.

In den einfließenden Diskussionen konnten Ratschläge und Hinweise gegeben werden. Oder aber ein anderer stellte fest, dass er ein ähnliches Problem hat und gemeinsam konnte dann darüber gesprochen werden; das Problem wurde etwas kleiner, es heißt nicht umsonst "geteiltes Leid - ist halbes Leid".

Ein schöner ideenreicher Vormittag ging zu Ende.


Nach einer erholsamen Mittagspause ging es kreativ weiter.

Zu den Hauptbegriffen, welche am Vormittag herausgearbeitet wurde, begannen nun die Kleingruppen ihre Version mitten - drin mit Modelliermasse in Form zubringen. Jede Teilnehmerin konnte etwas gestalten, was zu ihr oder ihrer Geschichte passte, sei es ein Gegenstand, ein Tier oder Mensch. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt.


Diese Kleingruppen hatten die Aufgabe, aus ihren Plastiken eine Geschichte pantomimisch darzustellen. Eine große Herausforderung. Aber dafür war Zeit bis zum Sonntagmorgen.

Nach der kreativen Tätigkeit folgte nun eine 30-minütige progressive Muskelentspannung. Wieder machten wir es uns bequem und Simone setzte die CD in Gang. Dabei konnten wir einige Schnarcher vernehmen, also für uns ein Zeichen, wir haben die Frauen geschafft. War wohl doch ganz schön anstrengend.



Zum Abendessen waren aber alle wieder putzmunter und es mundete hervorragend.

Wir hatten uns einen schönen Abend verdient und taten das, was alle gern machen, sich nur manchmal nicht trauen.


Wir sangen gemeinsam Volkslieder. Ein schöner Chor und genau das ist es, was die Frauen wieder wollen: SINGEN

Natürlich, wie konnte es anders sein, zum Ölen der Stimmen gab es auch noch einen Eisbecher mit Sahne.

So gut gelaunt und mit Vorfreude auf den Sonntag ging's in die Häuser zum Klönen oder Schlafen.


Sonntag, das Wetter bestens, die Laune auf Hochtour. Frühstück wie immer superlecker.

Der letzte Tag begann. Simone las ein Irisches Gedicht zur Einstimmung, danach wurden mit Sigrid wieder Qi Gong Übungen gemacht und somit waren wir für die letzte Hürde gerüstet.

Unsere Geschichte zu den Plastiken konnte nun in Pantomime umgesetzt werden. Wie wird das wohl ausgehen?



Es war toll, was sich die Teilnehmerinnen da haben einfallen lassen, einfach genial.
Wir wussten, dass es keine leichte Aufgabe ist, und dann so ein tolles Ergebnis.


Beim Rückblick kam zum Ausdruck, dass die Teilnehmerinnen alle zufrieden waren und sich auf das nächste Jahr freuen, auch, wie wir das Erbe von Simone M. und Anette W. weitergeführt haben, natürlich anders, denn es waren ja unsere Ideen, von Simone K. und Sigrid W. Diese Meinungen waren uns sehr wichtig, sie haben uns in unserer Arbeit bestärkt und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Der Mittag war ran und damit der Abschied. Keiner ging gern.

Es war ein schönes Wochenende. Ein Dankeschön an alle Teilnehmerinnen, denn ohne euch wäre das Seminar nicht das geworden, was es letztendlich war.

Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

Sigrid Wirth
FK Niesky