Bericht zum 10. Frauenseminar

Vom 2.- 4. November trafen sich 26 Frauen aus 11 Freundeskreisen zum 10. Frauenseminar in Schirgiswalde.

Mit freudigem Hallo begrüßten sich alle, denn die meisten Teilnehmerinnen kannten sich schon aus vorangegangenen Seminaren. Mit der Bahn, dem PKW und sogar mit dem Fahrrad kamen die Frauen angereist, jede freute sich auf das kommende Wochenende.

Nach einem super Abendbrot begrüßte Wolfgang Heinisch, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen, jede Frau ganz persönlich mit einer schönen Rose.

Danach begannen wir unser Seminar mit der altbewährten Vorstellungsrunde. Mit einzigartigen Bewegungen stellte sich jede Teilnehmerin im Kreis vor. Dies wurde von Allen wiederholt und so konnte man sich die Namen gut merken und lustig war es auch.

Für die Einführungsrunde hatten Simone Mattukat und Anett Wehner, die beiden Initiatoren des Frauenseminars, darum gebeten, dass jede Teilnehmerin eine Kerze sowie ein kleines Erinnerungsstück der letzten Frauenseminare mitbringen möge. So wurden wir schon auf das Thema "Wer sich erinnert, kann…" eingestimmt.

Nach griechischen Tänzen, welche Simone wie immer sehr liebevoll für uns aussucht hatte, ließen alle den Abend in den Häusern ausklingen.

Den Samstagmorgen begann Anett wie immer mit Chi-Gong-wunderbaren Entspannungsübungen.

Dann ging es richtig ans Arbeiten. In Zweiergruppen gestalteten alle ihren Lebensweg. Mit Stift und Bildleinwand ging es daran, dass jeweils eine Partnerin die vergangenen 10 Jahre ihres Lebens, in Gedanken Revue passieren und in einem begrenzten Raum ablaufen sollte. Die andere Partnerin zeichnete diese Linien auf die Leinwand.

So entstanden ganz unterschiedliche Malereien. Diese galt es dann, mit ganz unterschiedlichen Mitteln zu gestalten. Ob mit Pinsel und Farbe, mit Stoff, Kleber oder Naturmaterialen, es war ganz egal, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Alle gingen mit großem Elan an die Sache und bei einem Tanz um die Bilder konnte man richtige Meisterstücke bewundern. Wer wollte, konnte über seinen Lebensweg sprechen, und es gab Momente, da war die Luft nur so geladen von Emotionen, Freude und Leid, Mut und Enttäuschungen.

Am Ende doch war meist die Freude über Erreichtes größer. Wie schon so oft konnte man wieder erleben, wie vertraut und offen die Atmosphäre in diesem Kreis ist. Manches Wort, welches vielleicht viele Jahre ganz im Inneren geschlummert hat, kam nun ans Tageslicht und konnte wieder ein Stück aufgearbeitet werden.

Nach dem Mittagessen hatten wir etwas Freizeit, welche ganz individuell genutzt wurde. Zum Spazieren konnten sich nur einige Wenige durchringen, denn das Wetter zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Doch auch das konnte unsere gute Stimmung nicht vermiesen.

 

Da für Sonntag wieder eine Theateraufführung geplant war, wurde nun aus einem großen Fundus die entsprechende Garderobe ausgewählt. Jede Frau hatte irgendwelche Kleidungsstücke, Faschingskostüme und Accessoires mitgebracht, um sie für die Aufführung zur Verfügung zu stellen.

 

Schon an dieser Stelle wurde klar, dass der Sonntag wieder sehr lustig werden würde. Als es langsam dunkel wurde, tanzten alle wieder bei Kerzenlicht nach Simones griechischen Tänzen und dachten an die vergangenen 10 Frauenseminare.

Als Dankeschön hatte Ramona vom FK Torgau eine Broschüre binden lassen, in welche jede Frau ganz persönliche Zeilen an Simone und Anett geschrieben hatte. Mit in Form einer Zehn aufgestellten 26 Muffins, mit 10 brennenden Kerzen versehen, wurde diese feierlich an Simone und Anett überreicht. Die Überraschung war gelungen, denn beide waren sehr gerührt. Noch mal Danke, liebe Ramona, für diese tolle Idee.

Für den Abend hatten sich Simone und Anett etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Ganz entgegen unserer Tradition wurde das Abendessen im festlich geschmückten Saal des Hauses der Begegnung serviert.

Zu dieser Feierstunde war auch Yvonne Baier, die Tochter von Margitta aus Bernsdorf, eingeladen. Wir freuten uns alle, dass sie dieser Einladung gefolgt war. Der Geist von Margitta war im gesamten Frauenseminar zu spüren, sie fehlte und erinnerte uns zu jeder Zeit. Im Anschluss an das Essen sahen wir uns den Film vom letzten Jahr an, und so konnte Yvonne vielleicht nachvollziehen, was ihre Mutter bei den Frauenseminaren erlebt hatte. Bei Liedern und Tänzen ließen wir den Abend ausklingen.

 

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen wurden wir mit einem Wort zum Tag und Chi-Gong auf unser Theaterstück vorbereitet.

Das Thema der kleinen Aufführungen sollte etwas mit unserer Zukunft zu tun haben. Wir hatten da freie Hand und konnten so unserer Fantasie freien Lauf lassen. Simone startete in Gedanken mit uns, zum Flug in die Zukunft ab und wir landeten ca. 30 Jahre später zum Beispiel in Griechenland, an einem Strand, im Altersheim, zu Hause in Posthausen oder bei einem Puppenspiel.

Es war so super, manch ein schauspielerisches Talent wurde entdeckt und wir haben wieder viel gelacht.

 

Dann kam die Mittagszeit heran und es hieß langsam Abschiednehmen. Simone und Anett wurden von uns herzlich verabschiedet, war es doch vorerst ihr letztes Frauenseminar. Vielleicht können wir sie, nach einer gewissen Auszeit, doch irgendwann wieder dafür gewinnen.

Alle Teilnehmerinnen sprachen sich dafür aus, dass diese Art von Seminar möglichst weitergeführt werden sollte, denn es ist immer eine große Bereicherung für alle Frauen. Nach dem Mittagessen ging es wieder in Richtung Heimat, mit dem Zug, dem Auto oder dem Fahrrad…

Hiermit danken wir allen Initiatoren, vor allem aber Simone Mattukat und Anett Wehner für ihre unermüdliche tolle Arbeit, die Ideen, mit denen sie uns immer aufs Neue begeisterten und die Herzlichkeit, mit der sie jeder Einzelnen von uns begegneten.

Unser Dank gilt aber auch dem Landesverband, den Institutionen, Krankenkassen und Ämtern, welche durch finanzielle Förderungen es erst möglich machen, diese Seminare durchführen zu können. Wir hoffen, dass es auch in den kommenden Jahren möglich sein wird, diese Seminare zu finanzieren und zu unterstützen.

Simone Krause

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