Bericht vom Betroffenenseminar 1

Vom 15. Juni bis 17. Juni 2007 fand das Betroffenenseminar 1 im schönen Schirgiswalde statt. Das Angebot des Landesverbandes Sachsen nahmen wieder viele Freundinnen und Freunde an. So waren Teilnehmer aus acht Freundeskreisen zusammengekommen. Auch das Thema "Ich will jetzt alleine laufen" versprach ein interessantes Wochenende für alle Teilnehmer zu werden. Die Seminarleitung lag in den Händen von Sigrid Wirth und Frank Dietrich, die tatkräftig von Ramona Dietrich (Kassierung, Zimmerverteilung und Organisation) unterstützt wurden.

Der Freitag begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Dabei begrüßten wir auch Erstteilnehmer aus den Freundeskreisen Bautzen, Brand-Erbisdorf, Dresden und Glauchau-Meerane. Zur Einstimmung auf das Thema sammelten die Teilnehmer Begriffe und Aussagen, die sie mit "Ich will jetzt alleine laufen" in Verbindung brachten. Dabei zeigte sich, dass das Thema ein breites Spektrum bietet und mit Spannung das Referat am Samstag erwartet wurde. Der Tag endete mit Gesprächen in den Unterkünften.

Der Samstag begann mit dem Referat zum Thema, wozu wir als Referentin Katrin Sawatzky von der Diakonischen Akademie Moritzburg begrüßen konnten. Der Vortrag wurde von ihr mit visuellen Mitteln (PowerPoint und Flip-Chart) unterstützt. Den Hintergrund bildete die Selbsthilfe, die es jedem ermöglicht, das "Alleine laufen" zu lernen. Kurze Aussagen von Selbsthilfeteilnehmern unterstützten das. In der Mitte des Vortrages wurden Zweiergruppen gebildet und Gedanken zu vorbereiteten Clip-Arts formuliert. Diese Bildchen hatten alle mittelbar etwas mit dem Thema zu tun. Die anschließenden Beiträge verdeutlichten wieder den großen Umfang des Themas. Hier noch einmal ein Dank an Katrin Sawatzky für den gelungenen Vortrag.

Nach dem Mittag begann die Arbeit in den Kleingruppen, die unter anderem auch für das Kennenlernen und intensive Gespräche genutzt wurden. Die Auswertung verdeutlichte nochmals, dass Selbsthilfe und "Ich will jetzt alleine laufen" nicht von einander zu trennen sind. Das ist auch Bedingung für eine beständige Abstinenz und gut funktionierende Partnerschaft. Auch Angehörige wollen "Alleine laufen".

Der Abend endete am Lagerfeuer mit Eis, guter Musik und Gesprächen.

Am Sonntag begannen wir traditionell mit den "Gedanken zum Sonntag".

Als Information für die Gruppen wurden Neuerungen in der MPU bekannt gegeben.

Frank und Ramona berichteten von 32. Evangelischen Kirchentag in Köln, wo die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe im "Markt der Möglichkeiten" mit einem Stand vertreten waren.

Weiterhin folgten Informationen aus dem Bundesverband, Landesverband und aus den Gruppen.

Als wichtiges Thema wurde der Bundeskongress 2008 in Brandenburg an der Havel erörtert. Es wurden Möglichkeiten zum Aufbringen des Teilnehmerbeitrages aufgezeigt und Erfahrungen aus den einzelnen Gruppen eingebracht. Auch vom Landesverband wird es eine finanzielle Unterstützung für die Teilnehmer geben. Das Interesse am Bundeskongress war unter den Seminarteilnehmern sehr hoch, was auch durch Erlebnisberichte einzelner Teilnehmer vom BUKO 2003 bestärkt wurde.

 

Das abschließende Feedback drückte den Erfolg des Seminars aus, und auch die neuen Teilnehmer bekundeten ihr Wiederkommen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen traten alle Teilnehmer die Heimreise an.

Frank Dietrich