Infoseminar vom 25. bis 27. August 2006

"Wie merke ich, dass ich oder ein anderer aus der Gruppe auf einen Rückfall zusteuert?"

Der Einladung waren 25 Freundinnen und Freunde aus den Gruppen des Landesverbandes gefolgt. Die Seminarleitung lag in den Händen von Sigrid Wirth und Frank Dietrich.

Nach einem ausgiebigen Abendbrot begann der Freitag mit einer Einstimmungsrunde auf das Seminar. In einem kurzen "Blitz" brachten die Seminarteilnehmer ihre Erwartungshaltungen an das Wochenende zum Ausdruck. Alle waren gespannt auf das doch sehr brisante Thema. Zum Einstieg wurde durch Frank Dietrich das Thema Rückfall an Hand von Beispielen aufgefrischt und zum weiteren Durchdenken an die Teilnehmer vermittelt.

Der Samstag begann mit dem Referat von Kerstin Rayczyk (Suchtberatungsstelle Kamenz). Als Freundeskreismitglied und selbst Betroffene ist Kerstin immer wieder eine Bereicherung für die Gruppenarbeit und als Referentin für Seminare. Sie versuchte auf der Basis des Rückfallmodells von Marlatt einen Überblick zum Thema zu vermitteln, was durch die zahlreichen Beiträge der Teilnehmer ergänzt und vertieft wurde.

Dabei wurden Fragen angesprochen wie: "Vorboten des Rückfalls", "Bewältigungsstrategien einer Risikosituation", "Erkennen von Vorboten", "Fähigkeit Rückfälle zu vermeiden" und "der Rückfall aus heiterem Himmel", um nur einige zu nennen.

Der für alle sehr interessante Vortrag wurde am Nachmittag in Kleingruppenarbeit vertieft. Die anschließende Auswertung zeigte, dass dieses Thema sehr komplex ist und vor allem in der Selbsthilfegruppe mit sehr viel Einfühlungsvermögen angegangen werden sollte.

Als Tagesausklang war ein Lagerfeuer geplant, das wegen Regen leider ausfiel. Viele Teilnehmer nutzten den Rest des Abends, um begonnene Diskussionen und Erfahrungen in weiteren Gesprächen fortzuführen.

Der Sonntag begann mit Gedanken zum Sonntag in Form eines Gebets.

Danach erfolgten Informationen zur Arbeit des Landes- und Bundesverbandes. Es wurde besonders auf das Infoheft des Landesverbandes eingegangen, die Gruppen aufgerufen sich aktiv an der Gestaltung des Heftes zu beteiligen.

Nach dem Mittagessen traten die Teilnehmer die Heimreise an. Das Seminar war wieder ein Erlebnis und weiterer Ansporn für eine qualifizierte Arbeit in den einzelnen Gruppen des Landesverbandes.

Frank Dietrich